Füllungen für Teigtaschen gibt es in Italien wie Sand am Meer. Diese spezielle Füllung kommt aus Cortina d'Ampezzo, also gleich um die Ecke, auf dem Weg nach Venedig.Die Küche von Cortina ist stark von Österreich beeinflusst. Es stand immerhin 4 Jahrhunderte unter österreichischer Herrschaft. Heute ist es eines der beliebtesten Skigebiete der Italiener.
Obwohl uns von Vertretern berichtet wird, dass vom einstigen Flair nicht mehr soviel übrig sei.
Mitten in den Dolomiten gelegen, gehört es seit diesem Jahr, zum UNESCO Weltnaturerbe und vielleicht schaut die eine und andere Renovierung heraus.
Warum es die Dolomiten ins Weltnaturerbe geschafft haben könnt ihr hier sehen:
Dass in dieser Gegend viele Sagen um Zwerge, Riesen und Ungeheuer entstanden sind, kann man gut verstehen. Als Mädchen habe ich alle mit Begeisterung gelesen. Die schönste ist für mich immer noch die von König Laurin.
Jetzt aber endgültig zu den Casunziei, Teigtaschen der "cucina povera" und gerade deswegen eine der Besten.
Casunziei
Zutaten für 4 Personen:
Für den Teig:
- 130 g Mehl
- 70 g Hartweizenmehl
- 2 Eier
- etwas Olivenöl
Für die Fülle:
- 200 g Rote Bete (bei uns heißt sie Rote Rohnen)
- 120 g Kartoffeln
- 2 EL Brotbrösel in Butter geröstet
- 2 EL Parmesankäse, gerieben
- Salz
- Pfeffer
Zum Servieren:
- Parmesankäse
- zerlassene Butter
- Mohn
- Alle Zutaten vom Teig zu einer geschmeidigen Masse kneten, im Nylonbeutel gewickelt mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.
- Rote Bete und Kartoffeln zusammen im Schnellkochtopf, auf der Siebeinlage, weich kochen, schälen und etwas auskühlen lassen. Bei normaler Größe braucht das, beim 2. Ring, sieben Minuten.
- Im Cutter (ich nehme zu diesem Zweck immer mein Lieblings-Gerät , den Fincut von Fissler) nicht zu fein hacken und in eine Schüssel geben.
- Mit den restlichen Zutaten mischen und bereitstellen.
- Jetzt kommt das unumgängliche Wasser dran. Ich stelle einen Topf mit Wasser auf den Herd und bringe es zum Kochen und salze es dann.
- Den Teig bis auf die letzte Stufe von der Nudelmaschine ausrollen.
- Zuerst streue ich Hartweizenmehl auf die Arbeitsfläche, damit mir die Teigtaschen nach dem "anpitschen" nicht kleben bleiben. Ich lege dann, wie bei den Kürbisravioli, den Teig auf das Mehl, verteile gleichmäßig Häufchen der Fülle, lege eine zweite Nudelplatte darüber und drücke sie mit den Fingern um die Fülle fest. Wenn dies alles schnell passiert, dann brauche ich die Ränder nicht zu befeuchten, es klebt auch so.
- Ich schneide die Teigtaschen, mit dem Teigrad, in große Dreiecke.
- Dann gebe ich die Casunziei ins kochende Wasser, ungefähr 3 Minuten. Mit dem Hartweizenmehl im Teig können sie fast nicht verkochen.
- Inzwischen habe ich schon Butter aufgeschäumt.
- Jetzt werden die Teigtaschen auf den Tellern verteilt, Parmesan darübergehobelt, Mohnsamen gestreut und mit der Butter "abgeschmolzen".
Jetzt, wo es kalt geworden ist, ist das erste was ich tue, wenn ich nach Hause komme, den Backofen auf 70°-80° einschalten, schiebe die Teller hinein und lasse sie vorwärmen. Ich liebe es, wenn die Teller schon warm sind, bevor die Speisen darauf verteilt werden.




















