Montag, 1. Februar 2016

Tortelli di zucca - Teigtaschen mit Kürbisfülle

Ich sehe schon, 2016 wird das Jahr der Teigtaschen.

Aber von Claudio angestachelt, komme ich nicht umhin meine Version von diesen köstlichen Teigtaschen, welche nur zu Kürbis-Zeiten genossen werden kann, vorzuführen.

Es ist ja nicht, dass ich noch keine Kürbisteigtaschen verbloggt hätte, hier die Kürbis-Ravioli. Sie sind etwas schneller gemacht, weil man sie nicht lange herum drehen muss. Vom optischen sind Tortelli nach wie vor eine Nummer schöner.

Claudio hat viele Schritte wunderbar dokumentiert. Ich versuche sie zu ergänzen.

Kürbis-Tortelli

Zutaten für 2 Personen (Hauptspeise):

Für den Nudelteig:
  • 100 g Mehl
  • 100 g Hartweizenmehl
  • 2 Eier
Für die Fülle:
  • 300 g Hokkaido-Kürbis (entkernt, muss nicht geschält werden)
  • 1 EL Trauben-Mostarda
  • 40 g Parmesan, gerieben
  • einige Tropfen Bittelmandelessenz
  • 1 Ei
  • 1 Prise Muskatnuss
Außerdem:
  • Amarettini
  • Butter
  • eine paar Salbeiblätter, in feine Streifen geschnitten
  1. Ich knete aus den Zutaten für den Teig eine homogene Masse, gebe sie in einen Nylonbeutel und lasse den Teig eine halbe Stunde ruhen.
  2. Ich heize den Backofen auf 180°C Heißluft vor.
  3. Den Kürbis schneide ich in dünne Spalten, lege diese auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech und lasse sie für 20 Minuten im Ofen rösten.
  4. Danach drehe ich sie durch die Flotte Lotte und menge die restlichen Zutaten für die Fülle unter.

  5. Den Teig lasse ich vom Aufsatz der KitchenAid zu dünne Platten ausrollen und schneide diese in gleichmäßige Quadrate.
  6. Dann verteile ich mit einem Kaffeelöffel die Fülle und lege die Quadrate über Eck zusammen, dann schneide ich erst mit dem Krapfenrad die Ränder wellig ab.

  7. Jetzt seht ihr am Besten bei Claudio wie man die Dreiecke zu Tortelli  formt und zwar gehören die Nr. 1 und die 3 zusammen. Die anderen beiden Teigtaschen sind andere Modelle. Man dreht die zwei spitzeren Ecken um den Finger und drückt die Enden zusammen. So entstehen diese netten Hütchen.

  8. Das Wasser habe ich schon aufgestellt, salze es und koche die Tortelli ungefähr 4 Minuten.
  9. Inzwischen röste ich die Salbeistreifen in der zerlassenen Butter, bis sie knusprig sind.
  10. Dann mahle ich die Amarettini fein, streue diese Brösel über die Tortelli und beträufle sie mit Salbeibutter.
    Norbert war bei den Amarettinibrösel etwas zurückhaltend. Ich streue wesentlich mehr darüber :)

    Das Knusprige der Amarettinibrösel und der Salbeiblätter machen aus diesem Gericht ein Highligth.

Montag, 18. Januar 2016

Kochkurse Jänner, Februar, März 2016


Suppeneinlagen, einmal anders
Dienstag, 23. Februar
20.00 Uhr

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Vegane Küche
Mittwoch, 02. März
20.00 Uhr
 ausgebucht

Weiterer Termin:
Donnerstag, 03. März
20.00 Uhr

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Oster-Menü
Donnerstag, 10. März
20.00 Uhr  
ausgebucht

Weiterer Termin:
Mittwoch, 09. März
20.00 Uhr


Informationen und Anmeldungen unter der Telefonnummer 0473/561122 oder unter: felder.norbert@rolmail.net. 

Montag, 11. Januar 2016

Lasagnette mit Bergblüten

 

Manchmal im Urlaub fragen wir Einheimische um eine Empfehlung für ein Restaurant. In den allermeisten Fällen hatten wir Glück, obwohl wir uns immer wieder schmunzelnd sagten, dass wir garantiert zu einem nahen Verwandten des Befragten geschickt worden sind.

So kommt es mir heute vor. Und auch heute lohnt es sich meinem Rat zu folgen.

Dass mein Vater aus dem Ultental stammt ist allgemein bekannt. Dass ich unwahrscheinlich viele Verwandte habe auch.

Aber nicht zu jeder Cousine und zu ihren Kindern habe ich ein so nettes Verhältnis wie zu Hanni.
Nicht nur 5 Kinder mit Liebe großgezogen, hat sie gemeinsam mit ihrem Mann einen Betrieb von ganz klein zum heutigen Hotel Ortler aufgebaut, mit tatkräftiger Unterstützung ihrer fleißigen Kinder. Sie war und ist bis heute ein großes Vorbild für mich.

Mittlerweile sind die Kinder am Ruder und es ist ihnen gelungen im angeschlossenen Restaurant über Jahre die Qualität nicht nur zu halten sondern stetig zu steigern.

Bodenständige Speisen werden in ansprechender Aufmachung zu einem anständigen Preis, in liebevoller und familiärer Atmosphäre serviert.

Gleich nach den Weihnachtsfeierlichkeiten hat Norbert Geburtstag und da er diesmal auf einen Samstag fiel, die Familie beisammen war, genehmigten wir uns einen freien Tag und wanderten auf dem Höfeweg von Kuppelwies nach St. Nikolaus. Dort kehrten wir beim Hotel Ortler ein.

Jemand von uns bestellte "Petersilien-Lasagnette mit Hirschragù" und es sah so fantastisch aus, schmeckte so wie es aussah, dass ich es gleich am Sonntag nach kochen musste.

Mir fehlten zwar einige Zutaten, doch es gab Alternativen.


Bergblüten vom letzten Sommer

Basilikum-Lasagnette mit Rindsragù und confierten Tomaten

Zutaten für 4 Personen:

Für den Nudelteig:
  • 180 g Weizenmehl
  • 85 g Hartweizenmehl
  • 65 g Ei (ist ein großes Ei, falls es zu wenig Gewicht hat, dementsprechend Wasser dazu geben)
  • 40 g Basilikumöl (selbstgemacht: Basilikum mit Olivenöl gemixt) wesentlich grüner wird der Teig, wenn man ca. 40 g Petersilie mit dem Ei sehr fein aufmixt
  • 35 g Wasser
Für die Béchamelsauce:
  • 65 g Butter
  • 65 Mehl
  • 880 g Milch
  • Salz
  • 95 g Parmesankäse gerieben
Für den Ragú:
  • 650 g Rindsfaschiertes
  • 1 Karotte
  • 1 Stückchen Sellerieknolle
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 80 ml Rotwein
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
Für die confierten Tomaten:
  • 400 g Cocktailtomaten
  • Kräutersalz
  • Knoblauchgranulat (kann auch feingehackter frischer Knoblauch sein)
  • Olivenöl
Außerdem:
  • Parmesankäse, gerieben

  1. Ich beginne mit den Cocktailtomaten, schneide diesen den Stielansatz heraus und an der glatten Seite kreuzweise ein. Den Backofen heize ich auf 100°C Ober und Unterhitze vor.
  2. Ich stelle wenig Wasser auf, warte bis es kocht und blanchiere die Tomaten kurz darin, bis ich sehe, dass sich die Haut löst, danach schrecke ich sie mit kaltem Wasser ab, schäle sie, viertle sie und gebe sie in eine feuerfeste Form.
  3. Die Tomaten würze ich mit Kräutersalz, Knoblauchgranulat, träufle gutes Olivenöl darüber und schiebe die Form für 2 Stunden in die Mitte des Ofens.
  4. Für die Béchamelsauce schäume ich die Butter in einem Topf auf, lasse das Mehl kurz darin rösten, gieße die kalte Milch ein und rühre bis die Sauce kocht mit dem Schneebesen fleißig um. Danach salze ich sie, lasse sie etwas köcheln, rühre zum Schluss den Parmesankäse ein, gebe den Deckel darauf, damit keine Haut entsteht und lasse sie völlig erkalten, damit sie dick wird.
  5. Für den Ragú brate ich als erstes das Fleisch an und schaue, dass keine größeren Fleischklumpen bleiben. 
  6. Inzwischen schäle ich Knoblauch, Zwiebel, Karotte und Sellerieknolle, schneide es in grobe Stücke, hacke alles mit dem Finecut sehr fein, gebe es zum Fleisch und lasse es mitbraten.
  7. Dann kommt Salz, Pfeffer und Tomatenmark dazu, lasse alles etwas rösten, gieße mit dem Wein auf und lasse diesen fast gänzlich einkochen. Dann gebe ich den Deckel darauf und lasse den Ragú eine gute Stunde köcheln, wobei ich von Zeit zu Zeit ein Schlückchen Wasser aufgieße.
  8. Dann kommt der Nudelteig an die Reihe. Ich knete mit allen Zutaten einen geschmeidigen Teig zusammen (in meinem Fall lasse ich das von meiner KitchenAid machen), wickle ihn in einen Nylonbeutel und lasse ihn ein wenig rasten.
  9. Jetzt stelle ich nochmals Wasser für die Lasagneblätter zum Kochen auf und salze es sobald es kocht. 
  10. Ich stelle die Béchamelsauce in den Backofen, damit sie warm wird.
  11. Sobald alles bereit ist walze ich den Nudelteig mithilfe der Nudelmaschine zu dünne Platten aus und schneide diese in gleichgroße Rechecke (im Restaurant waren es Kreise, was schöner aussieht, aber mehr Arbeit ist).
  12. Ich streue auf jeden Teller am Rand Parmesankäse.
  13. Jetzt koche ich 8 Nudelrechtecke ca. 1 Minute, lege die ersten 4 auf dieTeller, platziere darauf je 2 Esslöffel Béchamelsauce nebeneinander, fische die anderen Nudelblätter heraus, lege diese über die Béchamelsauce, verteile um die Lasagnetta reichlich Ragú und confierte Tomaten und streue Blütenblätter darüber.
  14. Sobald die erste Portion verspeist ist, kommt die nächste dran, bis ich keine Zutaten mehr habe. 
Optisch gibt das vom Restaurant mehr her, geschmacklich bin ich ziemlich nahe ans Original hingekommen.
Blütenblätter sammlen wir den ganzen Sommer lang für unsere Tees. Hier kamen Ringelbumen, Kornblumen und Alpenrosen zum Einsatz.

Das Einzige was ich nicht so gerne mag, wenn Schnittlauch als Deco verwendet wird, denn der verändert den Gesamtgeschmack wesentlich, meistens nicht zum Besseren.

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!


Endlich ist er wieder da, dieser Tag, auf den wir so lange hinfiebern. Die Familie ist versammelt, der Baum schon geschmückt.


Norbert und ich möchten die Gelegenheit wahrnehmen und uns bei all unseren Kunden für die jahrelange Treue bedanken.


Wir möchten allen, unseren Kunden und den Lesern meiner Seiten 
Frohe Weihnachten
wünschen und den Frieden auf Erden uns allen.



Donnerstag, 17. Dezember 2015

Ein schön gedeckter Tisch

Bei mir zu Hause, wenn es Feierlichkeiten gab, war schon immer eine festlich gedeckte Tafel, nach dem Zubereiten der Speisen, das Wichtigste.

In Norberts Familie war dies schon berufsbedingt immer so.

Wie könnte es anders sein, dass bei uns großer Wert auch auf die Präsentation eines Menüs gelegt wird.

Für euch gibt es noch die Möglichkeit bis 31. Dezember schönes Porzellan von der Firma Thomas - rosenthal group mit 20 % Rabatt auf den Listenpreis zu erstehen.

Auch gibt es von der Firma WMF ein Jubiläums-Angebot. Das Besteck Boston gibt es seit 20 Jahren und kostet zur Zeit 60 teilig, das heißt Tafelbesteck für 12 Personen plus 12 Kuchengabeln anstatt      € 329,40   € 159,00.

Für weitere Informationen sind wir in unserem Geschäft für euch gerne da.

Samstag, 12. Dezember 2015

Facebook weiß auch nicht alles - Nußknacker zur Weihnachtszeit























Neulich kam eine Kundschaft mit der Aussage, über Facebook sei die Nachricht gegangen, es gäbe im ganzen Burggrafenamt keine Pandoroform zu kaufen. Sie war dann überrascht, dass wir sie noch vorrätig hatten.

So ein selbstgebackener Pandoro ist etwas Herrliches.

Schon seit vielen Jahren backe ich vor Weihnachten diesen köstlichen Butterkuchen.

Heute habe ich allerdings nicht dieses Rezept für euch. Jedoch für alle, die eine solche Form bei uns erstehen, gibt es das Rezept dazu. Geöffnet haben wir jeden Tag bis am 24. Dezember um 13.00 Uhr.

























Nachdem wir heuer reiche Ernte unserer Walnüsse hatten, werden diese fleißig für die Weihnachtbäckerei verwendet.

Meine Friseurin sagt mir immer wieder, dass Nüsse für das Haar, sicher auch für den gesamten Organismus, gesund und wichtig sind.

Deshalb kann so ein Keksl mit Nüssen nie so richtig ungesund sein, obwohl es ja nur so von Kalorien strotzt.

Gefunden habe ich das Rezept in der Beilage einer alten Ausgabe der ORF-Nachlese, welche jedes Jahr pünktlich im November mit Rezepten von Weihnachtplätzchen erscheint.


Nussknacker

Zutaten

Für den Mürbteig:
  • 125 g weiche Butter
  • 60 g Puderzucker 
  • 1/4 TL Salz
  • etwas Vanille
  • 180 g Mehl
Orangenmarmelade

Für den Nusskaramell:
  • 50 g Mandeln, ungeschält
  • 50 g Haselnüsse
  • 50 g Walnüsse
  • 50 g Pinoli
  • 100 g Zucker
  • 50 g Sahne
  • 100 g Butter
dunkle Kuvertüre zum Verzieren
  1. Die sehr weiche Butter rühre ich mit der Küchenmaschine mittels Flachrührer schaumig, gebe Puderzucker, Salz und Vanille dazu und lasse noch etwas rühren.
  2. Jetzt kommt das Mehl dazu, welches ich ebenfalls mit dem Flachrührer in das Buttergemisch einarbeiten lasse.
  3. Diese Masse gebe ich auf ein größeres Stück Folie, lege diese mit ziemlichem Spielraum über den Teig, damit ich den Teig zu einer 1cm dicken Platte ausrollen kann und versuche dabei ein Rechteck zu fabrizieren.
  4. Diese Platte gebe ich 30 Minuten in den Kühlschrank.
  5. Ich heize den Backofen auf 160°C Heißluft vor.
  6. Jetzt rolle ich diese Platte, ohne Folie, auf einem Backpapier dünn aus, steche mit einer Gabel öfters in den Mürbteigboden und backe sie 15 Minuten in der Mitte des Ofens. Während dieser Zeit muss ich immer wieder große Blasen, welche während des Backens entstehen mit der Gabel öffnen, dann fallen sie in sich zusammen. 
  7. Falls die Orangenmarmelade zu fest ist, diese ein wenig erwärmen. Meine ist zum Verstreichen gerade recht und das tue ich auch, sobald die Platte aus dem Ofen kommt. Dann lasse ich die Platte abkühlen.
  8. Für das Karamell hacke ich die Nüsse, ohne Pinoli, im Finecut nicht zu fein und röste dann alle Nüsse in einer trockenen Pfanne, bis sie zu duften beginnen.
  9. In einem hohen Topf lasse ich den Zucker karamellisieren, lösche mit der Sahne ab, diese schäumt ziemlich auf (deshalb der hohe Topf) und lasse auch die Butter darin schmelzen. Ich rühre bei milder Hitze solange, bis sich der Zucker völlig aufgelöst hat. 
  10. Nun mische ich die Nüsse unter, schütte das Karamell auf die Teigplatte und verteile es mithilfe einer Spachtel.
  11. Bei gleichbleibender Hitze backe ich das Ganze noch einmal 9 Minuten.
  12. Nach dem Backen hilft mir Norbert die Platte auf das Nudelbrett zu heben und dann schneidet er zuerst Quadrate und dann viele kleine Dreiecke.
  13. Während die Kekse abkühlen, lasse ich über lauwarmen Wasserdampf die kleingeschnittene Kuvertüre schmelzen, danach taucht Norbert von jedem Keksl die Spitzen in die Schokolade.
 Und jetzt warten sie auf den Verzehr. Die Esser kommen erst kurz vor Weihnachten nach Hause.

Das ist momentan meine große Freude: die Christrose. Wenn ich über die Terasse in die Wohnung gehe streckt sie ihr Köpfchen in die unermüdlich scheinende Sonne.
Ich wünsche euch einen schönen 3. Adventsonntag!

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