Donnerstag, 26. März 2015

Meine Chili-Zucht

Seit vorigem Jahr züchte ich mir meine Chilistauden selbst, besser gesagt habe ich schon 2013 damit begonnen die Samen der Chilis zu sammeln.

Um kein Dureinander zu riskieren, stellten wir dann voriges Jahr mithilfe unseres Freundes und Chilikenners eine Liste zusammen, von welchen von uns geernteten Chilis wir eine Samenbank anlegen möchten.

Dieses Dokument wurde nicht im Hinblick auf meinen Blog gestaltet, deshalb habt Nachsicht. Den letzten Sigaretta hatte ich schon angesägt, in dem Moment ist mir spontan die Idee zu einem Fotoshooting gekommen.


Wenn ich mir nur die Namen notieren würde, hätte ich Bedenken, ob ich mir den dazupassenden Chili merken könnte.

Also sähte ich schon im Februar in einer Anzuchtschale meine Chilisamen. Für das Gedeihen der Pflanzen benötigen sie genügend Licht und Wärme und natürlich regelmäßig Wasser. Deshalb steht die Anzuchtschale bei uns in dieser Zeit in unserem Wohnzimmer. Dort ist es warm und hell.























Zaghaft streckten bald die ersten Pflänzchen ihre Stiele gegen das Licht.

Schon nach wenigen Tagen sieht die Anzuchtschale dann so aus:

Beschriftung ist notwendig, sonst weiß ich zum Schluss nichts mehr. Schildchen schneide ich mir aus sauberen Sahnebechern.

Schon bald wird das junge Gemüse vereinzelt, bleiben aber eine Zeitlang immer noch im Wohnzimmer stehen.























Sobald die zweiten Blätter gewachsen sind und es tagsüber wärmer wird, stelle ich die Pflänzchen in Kisten gepackt (damit ich mehrere zugleich transportieren kann) auf den Balkon, das erst Mal bei bedecktem Himmel.

Letztes Jahr wartete ich zulange. Die Sonne war schon zu stark. Die zarten ersten Blätter verbrannten und es dauerte eine ganze Weile, bis sich die Pflänzchen wieder erholt hatten.

Heute sehen die Chilipflanzen so aus:

Sie haben auch schon Nachbarn bekommen, denn gleich nach den Chilis säte ich die Tomaten.


Jetzt muss nur noch alles schön wachsen, dann kann ich sie ins Beet entlassen :)

Montag, 23. März 2015

Kochkurse April, Mai, Juni

Dampfgaren
Donnerstag, 09. April


Vollkornbrote mit selbstgezogenem Sauerteig
Dienstag, 21. April


Brunch, das üppige Frühstück
Mittwoch, 06. Mai


Schnelle Fleischgerichte
Dienstag, 19. Mai


Einkochen und Einlegen 
Donnerstag, 04. Juni


 Leichte Sommerküche
Mittwoch, 17. Juni

 Anmeldung ist erforderlich.
Für weitere Informationen stehen wir euch unter der Telefonnummer 0473/561122 und der E-Mail-Adresse felder.norbert@rolmail.net gerne zur Verfügung.

Montag, 16. März 2015

Reisehunger von Nicole Stich - Dubai

Das neue Kochbuch "Reisehunger" von Nicole Stich besticht. Sie führt uns auf eine kulinarische Reise in unterschiedliche Länder, auf unterschiedlichen Kontinenten.

Von acht Destinationen habe ich selbst vier bereist und die weiteren vier werde ich wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen nie sehen.

Aber wie so schön Angharad Price in ihrem wunderschönen Buch "Das Leben der Rebecca Jones" ihre Heldin erläutern lässt, ist es auch möglich im Kopf zu reisen.

Mit dem Hauch der jeweiligen Küche in der Nase, fällt das noch einmal leichter.

Als erstes ging unsere Reise nach Dubai. Nicht dass mich das Land der Extreme am Meisten interessieren würde, nein, es waren die Rezepte, welche mich sofort ansprachen

Das einzige Problem waren die Gewürzmischungen. Solche Kostbarkeiten sucht man bei uns vergebens. Da ich jedoch eine ziemliche Sammlung an einzelnen Gewürzen habe, mischte ich sie mir so gut es ging selbst zusammen.

Da unsere Familie Gewürze sehr liebt, war es nicht schwer, sich von den Gerichten begeistern zu lassen.

Und wie schon in ihrem ersten Kochbuch mit dem selben Namen wie ihre Internetseite merkt man sofort, dass Nicole sehr genau ist in ihren Angaben und Erklärungen. Für Anfänger ein Muss, sonst verwurschtelt sich jemand schnell in den Erläuterungen, für alte Hasen wie mich angenehm.

Das Layout ist einer jüngeren Generation angepasst, was in Ordnung ist.
Es sind durchwegs Rezepte für jeden Tag, welche jedoch ohne weiteres auch bei Einladungen präsentiert werden können.

Und nun reisen wir gemeinsam nach Dubai und lassen uns von den Gerüchen der orientalischen Gewürzvielfalt betören.

Scharfes Lamm auf süßem Cous-Cous

Zutaten für 4 Personen:

Für die Lammspieße:
  • 600 g Lammschulter ohne Fett und Sehnen
  • 1 EL Ras-el-Hanout (selbstgemischt, wird unten beschrieben)
  • Salz
  • 5 EL Olivenöl
Für den Cous-Cous:
  • 250 g Cous-Cous
  • 375 g Wasser
  • 2 EL Butter (habe ich weggelassen)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 6 Trockenpflaumen
  • 50 g Rosinen
  • 40 g Pinienkerne (ich: Menge halbiert, reicht aus)
  • 1 TL Zimt
  • Salz
  • Olivenöl
  • 1 1/2 EL Aprikosenmarmelade (wurde von mir weggelassen)
Wer mag kann noch Naturjogurt dazu reichen.
  1. Für Ras-el-Hanout mische ich je eine Prise von den gemahlenen Gewürzen zusammen, welche ich, von den für die Mischung vorgesehen Gewürzen, selbst vorrätig habe: schwarzer Pfeffer, Muskatblüte, Zimt, Ingwerpulver, Anis, Lorbeer, Kardamom, Chili, Piment, Muskat, Nelken, Kurkuma.
  2. Das Lammfleisch schneide ich in mundgerechte Stücke, mische sie in einer Schüssel mit de r Gewürzmischung und den restlichen Zutaten und lasse sie ein wenig marinieren. Danach ziehe ich das Fleisch auf Spieße.
  3. Den Cous-Cous koche ich wie hier.
  4. Die Zwiebeln schäle ich und schneide ihn in Spalten. 
  5. Trockenpflaumen waren schon entsteint. Ich schneide sie nur mehr kleiner.
  6. Ich erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne und röste den Zwiebel bis er gebräunt ist. 
  7. Ich gebe Pflaumen, Rosinen, und Zimt dazu und ganz zum Schluss die Pinienkerne, damit diese nicht zu stark bräunen.
  8. Ich erhitze die Grillpfanne und brate die schon fetten Spieße rundum scharf an.
  9. Ich mische den Cous-Cous unter die Trockenfrüchte und serviere ihn mit den Lammspießen.
Eine wunderbare Kombination!

Gleich am übernächsten Tag gab es diese Currypfanne. Steht dem vorherigen Rezept in Nichts nach.

Ebenfalls aus Dubai: Hähnchen-Currypfanne.

Montag, 9. März 2015

Ananas-Ingwer-Eis und einige Tipps ums Eis























Als junge Frau wünschte ich mir immer eine Eismaschine. Norbert hielt mich eine Zeitlang davon ab. Irgendwann kaufte ich mir dann doch eine einfache, kleine und ich bereute es nie.

In die Ultner-Sommerfrische kam sie mit. Aus, mit kleinen Kinderhänden gepflückten, Wald-Erdbeeren machten wir Eis, mit Holundersirup, Vanilleeis für den affogato...

Mittlerweile bin ich auf den Eisbehälter von KitchenAid  umgestiegen. Vor zwei Jahren veranstalteten wir einen Kurs für selbstgemachtes Eis und wir testeten während des Kurses zeitgleich unterschiedliche Eismaschinen. Den Eisbehälter von KitchenAid, welcher vorgekühlt sein muss, eine Gaggia Eismaschine mit Kompressor, d.h. sie kühlt während des Zubereitens selbst und eine kleinere von Philips, wo der Behälter auch zuerst ins Gefrierfach muss.

Am Schnellsten war das Eis im Behälter der KitchenAid zubereitet. Allerdings kann ich nicht zwei Eissorten hintereinander produzieren, da der Kühleffekt nicht so lange anhält.

Außerdem muss man ein Gefrierfach besitzen, in das dieser relativ große Behälter passt. Meiner hat im Gefrierschrank seinen fixen Platz, Sommer wie Winter.

Jetzt zum heutigen Eis. Wer vom Norden an den Gardasee will, muss am Dorf Mori vorbei. Früher musste man sich durch das Dorf kämpfen. Mehrere Ampeln waren Schuld an Dauerschlangen.

Schon seit längerem kann man das Dorf umfahren. Wir machen trotzdem öfters einen Abstecher, wegen der Pasticceria Bologna. Bereits das Gebäude ist eine Augenweide, aber auch das Lokal sehenswert.

Dort gibt es das ganze Jahr über Eis. In wärmere Jahreszeiten mit erfrischenden Zutaten und in den kalten "Winter-Eis", wie "gelato al mandarino", "gelato alle mille foglie" oder Ananas-Ingwer-Eis.

Zu hause wollte ich das köstliche Eis nachmachen und ich muss sagen es ist mir nicht schlecht gelungen.

Ananas-Ingwer-Eis

  • 300 g reife Ananas, geschält, ohne Strunk
  • 10 g Ingwer, geschält
  • 1 EL Zucker
  • 2 Eigelbe
  • 75 g Zucker 
  • 200 g Sahne, halb geschlagen
  • 200 g Milch
  1. Ich schneide die Ananas und den Ingwer in Stücke, mixe beides mit dem Esslöffel Zucker mithilfe des Pürierstabs sehr fein und streiche die Masse durch ein Sieb, um eventuelle Fasern zu entfernen.
  2. Die Eigelbe und den Zucker rühre ich solange bis eine sehr cremige Masse entstanden ist.
  3. Die Milch rühre ich auf niederer Stufe ein, die Sahne hebe ich unter, schütte den Fruchtmix dazu, mische das Ganze kurz und lasse die Masse in der Eismaschine gefrieren.

Das Eis ist sehr gut geworden, was uns allerdings nicht von weiteren Abstechern nach Mori abhält. Es gibt auch andere süße Gründe dort einzukehren.

Montag, 2. März 2015

Kartoffelteigtaschen mit Kürbis-Ricotta-Füllung


Mit meinem letzten selbstgezogenen Kürbis war ich fast ein wenig geizig. Ich fand nie den passenden Moment und das richtige Rezept für diese wunderbare Frucht, oder ist es ein Gemüse?

Mein Mann teilte mir immer wieder mit, dass noch ein Kürbis im Keller sei. Er mag so gerne Kürbis.

Als ob es keine Kürbisse zu kaufen gäbe! Aber ich bilde mir immer ein, dass die Kürbisse aus meinem Garten, besonders gut schmecken :) Und bis zur nächsten Ernte dauert es halt noch lange.

Kartoffelteigtaschen kamen mir da gerade recht. Eine wunderbare Hülle für eine noch wunderbarere Fülle.

Teigtaschen habe ich hier schon einmal ins Netz gestellt. Erstens ist es schon eine ganze Weile her und außerdem schmecken sie mit Kürbis wieder ganz anders.

 Kartoffelteigtaschen mit Kürbis-Ricotta-Füllung

Zutaten für 4 Personen:

Katoffelteig wie hier

Für die Füllung:
  • 400 g Kürbisfleisch, geschält und entkernt
  • 150 g Ricotta romana
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnussabrieb
Außerdem:
  • geschmolzene Butter
  • wer mag Parmesankäse, gerieben
  1. Ich verarbeite den Kartoffelteig wie hier, aber erst, sobald ich die Füllung zubereitet habe.
  2. Für die Füllung schneide ich das Kürbisfleisch in Spalten und lege es auf ein mit Backpapier
    belegtes Backblech, schiebe es in den Backofen und lasse es bei 200°C solange im Ofen bis es ein bisschen angeröstet ist, das dauert ca. 20-25 Minuten.
  3. Ich hacke das abgekühlte Kürbisfleisch mit der Moulinette nicht zu fein, mische es in einer Schüssel mit der Ricotta und würze es. 
  4. Ich stelle reichlich Wasser zum Kochen auf und salze es dann.
  5. Ich rolle den Teig auf der eingemehlten Arbeitsfläche nicht ganz zu dünn aus, denn sonst wird er zu brüchig.
  6. Ich steche 7 cm große Kreise aus, gebe mit einem Kaffeelöffel auf jede Scheibe etwas Kürbisfülle, nehme jeden Kreis in die Hand, klappe den Kreis über der Füllung zu einem Halbmond und verschließe diesen mit den Fingern.
  7. Die Teigtaschen koche ich dann und sobald sie an die Oberfläche gleiten, hole ich sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser und verteile sie sofort auf die Teller.
Mit zerlassene Butter serviert sind sie ein Gedicht. Bei uns gab es eine Beilage von gedünstetem Mangold, mit gerösteten Rohschinkenstreifen und wenig Knoblauch dazu.




Dienstag, 10. Februar 2015

Dinkelsemmeln























Habe ich schon erwähnt, dass ich unsere Ernährung ein wenig vom Weizen weg zu Dinkel leiten möchte?

Warum wird sich der eine oder die andere fragen? Um unsere Ernährung noch vielfältiger zu machen, ganz einfach.

Über Dietmar bin ich zu Dinkelsemmeln gekommen und auch bei ihm gelernt wie man Handsemmeln formt, aber dazu später.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Ich habe schon ein Weilchen gebraucht, bis sie mir so schön gelungen sind.

Das Rezept habe ich ein wenig umgebaut und mit einem Vorteig versehen.


Dinkel-Semmeln mit Vorteig

Zutaten für 9 Semmeln:

Brühstück:
115 g Dinkelmehl
100 g Wasser

Vorteig:
60 g Dinkelmehl
50 g Wasser
ein paar Körner Trockenhefe

Hauptteig:
Brühstück
Vorteig
420 g Dinkelmehl
200 g Wasser
12 g Salz
2 g Trockenhefe
10 g Flüssigmalz

40 g Roggenmehl
40 g Speisestärke

  1. Für das Brühstück Wasser zum Kochen bringen und mit dem Mehl, mithilfe des Handrührgerätes und den Knethaken, verkneten. Zugedeckt im Kühlschrank mindestens
    15 Stunden lagern. Mindestens 1 Stunde vor dem Weiterarbeiten aus dem Kühlschrank nehmen.
  2. Für den Vorteig Hefe im Wasser auflösen, Mehl mit einem kleinen Schneebesen klümpfchenfrei verrühren und für 15 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
  3. Für den Hauptteig Hefe und Malz im Wasser auflösen und mit den restlichen Zutaten in 6 Minuten auf 1.Stufe zu einem zähen Teig verkneten. Teig zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.
  4. Teig dehnen und falten und weitere 30 Minuten gehen lassen.
  5. Nun den Teig in 9 Stücke zu 105 g teilen, nicht einmehlen und zu runde Teigkugeln schleifen.

    Mit einem Küchentuch zudecken und 20 Minuten gehen lassen.
  6. Jetzt werden die typischen „Handkaiser“ geformt, dabei wird eine Mischung von Roggenmehl
    und Speisestärke zum einmehlen genommen. Der Teigling wird mit der angetrockneten Seite nach oben verarbeitet. Teigling flach drücken, den linken Daumen in die Mitte legen,
    überlappen, mit dem Handrücken kräftig andrücken, wieder überlappen, usw. bis der Semmel geformt ist. Hier kann man Dietmar zusehen. Mit der Sternseite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und wiederum mit einem Küchentuch zugedeckt 30-40 Minuten in der möglichst warmen Küche gehen lassen (2/3 Gare).
  7. Früh genug den Backofen auf 250°C Ober und Unterhitze vorheizen.
  8. Die Semmeln fallend auf 230°C 20 Minuten in der Mitte des Ofens, mit Dampf backen.  
Man kann die Semmeln vor dem Backen noch mit Wasser bestreichen und mit Sesam oder Mohn bestreuen. Nach dem Backen unbedingt auf einem Gitter auskühlen lassen.

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